📅 Wann:
📍 Wo:
Samstag, den 01. November 2025 | ⏰10:00 - 17:00 Uhr
Samstag, den 08. November 2025 | ⏰10:00 - 17:00 Uhr
Schivelbeiner Straße 6, 10439 Berlin, GePGeMi e.V.
Am 1. und 8. November 2025 fand der erste von unseren Multiplikator*innen selbst konzipierte und durchgeführte Workshop in chinesischer Sprache statt – ein wichtiger Meilenstein für unser Projekt „Vielfalt im Dialog – mit EBAV“.
Bereits im Frühjahr 2025 hatten acht engagierte Multiplikator*innen aus ost- und südostasiatischen Communitys erfolgreich ihre Schulung abgeschlossen. Ein zentraler Bestandteil dieser Qualifizierung war es, eigene, community-nahe Workshops in der jeweiligen Muttersprache zu entwickeln und anzubieten.
„Von China nach Berlin“ – ein Raum zum Erzählen, Zuhören und gegenseitigen Empowerment
Der Workshop richtete sich an chinesische Studierende der 1. Generation in Berlin. An zwei Tagen – am 1. und 8. November – kamen neun Studierende aus verschiedenen Fachrichtungen (u. a. Business, Kunst, Sprache) zusammen. In einem geschützten Rahmen konnten sie Erfahrungen und Herausforderungen aus Studium und Alltag in Deutschland teilen, gemeinsam reflektieren und voneinander lernen.
Ein Blick in den Workshop – von Erfahrungen zu Erkenntnissen
Der Workshop lebte vor allem vom offenen Austausch. Viele Teilnehmende erzählten, dass Rassismuserfahrungen zu den ersten großen Herausforderungen gehörten, mit denen sie nach ihrer Ankunft in Deutschland konfrontiert waren. Im Gespräch wurde spürbar, wie viel Unsicherheit, Unklarheit und auch widersprüchliche Gefühle damit verbunden sind – und wie oft Betroffene mit diesen Erfahrungen allein bleiben. Der Workshop bot hier zum ersten Mal Raum für Worte, Resonanz und gegenseitiges Verstehen.
Ein weiterer wichtiger Teil war die gemeinsame Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Narrativen über asiatisch gelesene Menschen – insbesondere über die chinesische Community. Dabei wurden
historische Hintergründe, koloniale Kontinuitäten und gesellschaftliche Einschnitte wie die Corona-Pandemie betrachtet. Zudem ging es darum, wie Medien bestimmte Bilder und Zuschreibungen
weitertragen und welche Auswirkungen diese auf das individuelle Erleben haben können.
Besonders lebendig wurde es beim Ausprobieren von Handlungsoptionen: Durch theaterpädagogische Übungen konnten die Teilnehmenden mit Körper- und Rollenarbeit experimentieren – Grenzen setzen,
Gefühle sichtbar machen und neue Formen von Selbstwirksamkeit ausprobieren. Für viele war das ein ungewohnter, aber stärkender Moment, der Mut und Leichtigkeit zugleich brachte.
Unser Fazit und der Blick nach vorn
Am Ende des Workshops beschrieben viele Teilnehmende ein gestärktes Gefühl von Zusammenhalt, Solidarität und Empowerment. Der Workshop zeigt eindrucksvoll, wie bedeutsam mehrsprachige und
community-orientierte Angebote sind – und welches wirksame Potenzial in diesem Ansatz liegt. Er schafft einen ersten Zugang zu gesellschaftlicher Teilhabe und stärkt das Gefühl, wirklich Teil der
Gesellschaft zu sein.
Wir freuen uns über diesen gelungenen Auftakt und danken unseren Multiplikator*innen herzlich für ihr Engagement. Zugleich blicken wir auf viele weitere Workshops, die für 2026 geplant
sind.
Das Projekt "Vielfalt im Dialog mit EBAV" wird als Innovationsprojekt im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Zudem wird es von der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung im Rahmen von „Demokratie. Vielfalt. Respekt.“, dem Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus, kofinanziert.
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