3. Fachtag

„Liebe (asiatische) Senior*innen, wie geht´s Ihnen heute?“

Im Rahmen der Abschlusskonferenz des Projektes "Werkstatt zur Teilhabe im Alter(n) mit Migrationsgeschichte"  (2023 – 2025)  

 

Wann: 28. November 2025 von 13:30 bis 19:30 Uhr

Wo: Bürgersaal im Rathaus Spandau, Carl-Schurz-Straße 2–6, 13597 Berlin

 

Der dritte Fachtag „Liebe (asiatische) Senior*innen, wie geht’s Ihnen heute?“ ist weit mehr als nur eine Veranstaltung. Er markiert einen Meilenstein in einer besonderen Geschichte – der Geschichte des Netzwerks asiatischer Senior*innen bei GePGeMi e.V.. 
Am 28. November 2025 kamen im Bürgersaal des Rathauses Spandau Senior*innen mit Migrationsgeschichte sowie Akteur*innen aus Seniorenarbeit, Politik und Verwaltung zusammen, um zuzuhören, Erfahrungen zu teilen und gemeinsam über Teilhabe im Alter zu diskutieren. 


Grußwort von Bezirksbürgermeister von Spandau

 

Frank Bewig, Bezirksbürgermeister von Spandau, eröffnete den 3. Fachtag mit einem herzlichen Grußwort und hieß Senior*innen mit Migrationsgeschichte sowie Akteur*innen aus Seniorenarbeit, Politik und Verwaltung im Bürgersaal des Rathauses Spandau willkommen. Er betonte die Bedeutung einer verlässlichen Seniorenarbeit– auch in Zeiten angespannter Haushaltslagen – und unterstrich, wie wichtig es ist, insbesondere Senior*innen mit asiatischer Migrationsgeschichte sichtbar zu machen. Die Veranstaltung entstand in Zusammenarbeit zwischen dem Bezirksbürgermeister, dem Büro für Partizipation und Integration Spandau und GePGeMi e.V.


Auftakt – Gekommen und Geblieben!

 

Nach dem herzlichen Grußwort von Bezirksbürgermeister Frank Bewig führte ein Kurzvideo in das Thema des Fachtags ein. Darin kamen verschiedene Senior*innen aus dem Netzwerk asiatischer Senior*innen zu Wort und teilten ihre persönlichen Migrationsgeschichten. 


Anschließend zeigte die Theatergruppe „Rote Schuhe“, bestehend aus ehemaligen koreanischen Krankenschwestern, einen Ausschnitt aus dem Stück „Wo ist meine Heimat“. Durch die Szenen erzählten sie vom Ankommen in Deutschland, vom Arbeiten in Krankenhäusern mit geringen Deutschkenntnissen, von Frustrationen im Berufsalltag, aber auch von Sehnsucht, kleinen Momenten der Freude und Trost.
Dieser künstlerische Beitrag bildete einen emotionalen Einstieg in den Fachtag und eröffnete dem Publikum einen unmittelbaren Zugang zu den Lebensrealitäten der beteiligten Senior*innen.


Keynote von Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung

 

Ein besonderer Höhepunkt des Fachtags war die Keynote von Cansel Kiziltepe, Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung. Als Politikerin mit eigener Migrationsgeschichte sprach sie sehr persönlich über das Leben ihrer Eltern, die einst als türkische Migrant*innen nach Deutschland kamen – mit der Hoffnung, nach Jahren harter Arbeit in ihre Heimat zurückzukehren, letztlich jedoch hier geblieben sind. Das Thema „Altwerden als Migrant*in in Deutschland” ist für sie daher nicht abstrakt, sondern eng mit der eigenen Familiengeschichte verbunden.


In ihrer Rede machte sie deutlich, dass ein Altwerden in Würde keine Selbstverständlichkeit ist, sondern eng mit Fragen der finanziellen Absicherung, steigenden Pflegekosten und der anhaltenden Altersarmut verknüpft ist. Zugleich betonte sie, wie wichtig es für viele ältere Migrant*innen ist, auch im hohen Alter und im Pflegefall den Kontakt zur eigenen Kultur aufrechterhalten zu können. Überlegungen zu Pflegeangeboten, in denen Menschen mit Migrationsgeschichte auch im hohen Alter und im Pflegefall mit ihrer eigenen Kultur in Kontakt bleiben können, gibt es bereits in verschiedenen Berliner Communities. Ihre Umsetzung erfordert jedoch das Zusammenwirken von Politik, Verwaltung, Trägern und den Senior*innen selbst.


Vor diesem Hintergrund hob Frau Kiziltepe die Bedeutung des Projekts „Werkstatt zur Teilhabe im Alter(n) mit Migrationsgeschichte“ hervor, das durch das Partizipations- und Integrationsprogramm (PartIntP) ihrer Senatsverwaltung gefördert wird. Der dritte Fachtag bildete zugleich die Abschlusskonferenz dieses Projekts. Sie unterstrich den besonderen Stellenwert des PartIntP, das es in dieser Form nur in Berlin gibt und migrantischen Organisationen als Sprungbrett in die Regelstrukturen dienen soll. Abschließend würdigte sie die Arbeit des Projektteams und von GePGeMi e.V. als Träger und äußerte den Wunsch, das Thema der Berliner Seniorenvertretungswahl künftig stärker in den Fokus zu rücken.


Zum Abschluss ihrer Keynote erinnerte Frau Kiziltepe an den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November und machte darauf aufmerksam, dass neben Senioren- und Migrationsarbeit auch der Einsatz gegen Gewalt an Frauen und Mädchen nicht aus dem Blick geraten darf.


Präsentation – Ergebnisse der Werkstatt zur Teilhabe im Alter(n) mit Migrationsgeschichte

 

Im Anschluss an die Keynote präsentierten Jieun Park, Projektleiterin, und Chi Vu, Projektkoordinatorin, die Entstehungsgeschichte des Netzwerks asiatischer Senior*innen sowie die Entwicklung und Ergebnisse des Projekts „Werkstatt zur Teilhabe im Alter(n) mit Migrationsgeschichte“. Dabei wurde deutlich, wie eng das Projekt mit dem Netzwerk verbunden ist.


Was 2017 mit dem ersten Fachtag begann – getragen vom Wunsch nach regelmäßigem Austausch zwischen Senior*innen aus unterschiedlichen asiatischen Herkunftsländern und Akteur*innen der Seniorenarbeit – führte zur Gründung des Netzwerks. Bis heute verbindet es ein gemeinsames Ziel: Teilhabe im Alter ist möglich – auch mit Migrationsgeschichte.


Seitdem ist viel entstanden: Zwei große Projekte zur politischen Partizipation und Teilhabe im Alter(n) mit Migrationsgeschichte (2020–2022 und 2023–2025), neue Räume für Begegnung und Engagement sowie ein wachsendes Bewusstsein dafür, dass die Stimmen von Senior*innen mit (asiatischer) Migrationsgeschichte gehört und ernst genommen werden müssen.


Um Teilhabe konkret zu fördern, setzte das Projekt auf drei zentrale Maßnahmen:
Erstens Informierung, durch Info-Veranstaltungen und mehrsprachige Broschüren – denn Wissen schafft Orientierung und Mut zur Teilhabe. Zweitens Vernetzung im Rahmen des Teilhabe-Cafés, das als Begegnungsraum zeigte, dass Teilhabe auch ohne gute Deutschkenntnisse möglich ist. Drittens die Artikulation von Anliegen durch die Senior*innen-Studiengruppe: engagierte Senior*innen mit Migrationsgeschichte, die sich regelmäßig trafen und zahlreiche Gespräche 

 

in ihren Communities führten, um Wünsche, Bedürfnisse und Herausforderungen sichtbar zu machen. Diese Anliegen bildeten die Grundlage für die anschließende Podiumsdiskussion, in der die Ergebnisse der Senior*innen-Studiengruppe vertieft diskutiert wurden.


Podiumsdiskussion – Teilhabe im Alter(n) mit Migrationsgeschichte: Hier sind unsere Anliegen!

Die Podiumsdiskussion war ein zentraler Moment des Fachtags, in dem die Stimmen von Senior*innen mit Migrationsgeschichte direkt auf Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung trafen. 


Drei engagierte Senior*innen mit Migrationsgeschichte – Kyung Jarman (Seniorenvertreterin in Friedrichshain-Kreuzberg, koreanische Community), Ky Son Pham (berentete sozialpädagogische Fachkraft, vietnamesische Community) und Wichian Thongmook (Multiplikator der thailändischen Community) – brachten ihre Erfahrungen, Perspektiven und Anliegen direkt in den Austausch mit Politik und Verwaltung ein.


Mit ihnen diskutierten Katarina Niewiedzial, Beauftragte des Berliner Senats für Partizipation, Integration und Migration, Catrin Wahlen, Sprecherin für Inklusion und Senior*innen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin, Elke Breitenbach (Fraktion Die Linke), Sebahat Atli (SPD-Fraktion) sowie Dr. Min-Sung Kim, Vorstandsvorsitzender von GePGeMi e.V.


Die Diskussion war geprägt von Offenheit, gegenseitigem Respekt und dem gemeinsamen Willen, die Anliegen von Senior*innen mit Migrationsgeschichte sichtbar zu machen. Es war eine große Freude, mutige und engagierte Senior*innen ebenso wie Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung auf dem Podium zu erleben.


Die Inhalte und Ergebnisse der Podiumsdiskussion werden in der kommenden Dokumentation des Fachtags ausführlich festgehalten.


Thementische mit Abendbuffet – Zukunft im Gespräch

 

Beim gemeinsamen Abendbuffet boten die Thementische Raum für informelle Gespräche und einen offenen Austausch über die Zukunft. Dabei wurde bereits ein Ausblick auf das nächste Vorhaben gegeben: Das weiterführende Projekt ab 2026 trägt den Titel „SilberAkademie für SeMi zur Teilhabe“. Senior*innen und Fachakteur*innen nutzten die Gelegenheit, GePGeMi wertvolle Anregungen und Impulse mitzugeben, wie die Teilhabe von Senior*innen mit Migrationsgeschichte künftig weiter gestärkt werden kann.



Eindrücke des dritten Fachtags


Einladung

 

Der dritte Fachtag „Liebe (asiatische) Senior*innen, wie geht’s Ihnen heute?“ ist weit mehr als nur eine Veranstaltung – er ist ein Meilenstein einer besonderen Geschichte: Der Geschichte des Netzwerks asiatischer Senior*innen bei GePGeMi.

 

Was 2017 mit dem ersten Fachtag begann – getragen vom Bedarf nach einem regelmäßigen Austausch zwischen Senior*innen aus vielen verschiedenen asiatischen Herkunftsländern und Akteur*innen der Senior*innenarbeit – führte schließlich zur Gründung des Netzwerks. Sein gemeinsames Ziel ist bis heute klar erkennbar: Teilhabe im Alter ist möglich – auch mit Migrationsgeschichte!

 

Seitdem ist viel gewachsen: zwei große Projekte zur politischen Partizipation und Teilhabe im Alter(n) mit Migrationsgeschichte (2020–2022 und 2023–2025), neue Räume für Austausch und Engagement – und vor allem das Bewusstsein, dass Stimmen von Senior*innen mit (asiatischer) Migrationsgeschichte in unserer Gesellschaft gehört und ernst genommen werden müssen.

 

In diesem dritten Fachtag feiern wir nicht nur Ergebnisse der „Werkstatt zur Teilhabe im Alter(n) mit Migrationsgeschichte“, sondern auch Begegnungen, Geschichten und die gemeinsamen Schritte hin zu mehr Sichtbarkeit, Anerkennung und Teilhabe.



Programm

 

Wir freuen uns auf die Teilnahme von:

  • Cansel Kiziltepe, Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung 
  • Frank Bewig, Bezirksbürgermeister von Spandau 
  • Katarina Niewiedzial, Beauftragte des Berliner Senats für Partizipation, Integration und Migration 
  • Danilo Segina, Bezirksbeauftragter für Partizipation und Integration von Spandau 
  • Elke Breitenbach, Linksfraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin

  • Sebahat Atli, SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin

 

Es ist uns eine große Ehre, dass hochrangige Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung gemeinsam mit uns über Fragen der Teilhabe einer besonderen Gruppe unserer Gesellschaft diskutieren: Senior*innen mit Migrationsgeschichte.

 

Dies ist von großer Bedeutung – nicht nur, weil sie einen wachsenden Teil der Berliner Stadtgesellschaft ausmachen, sondern auch, weil ihre Anliegen bislang viel zu selten Gehör finden

 

Doch die wichtigsten Gäste sind und bleiben die (asiatischen) Senior*innen aus kleinen Migrant*innengruppen in Berlin. Ihre Erfahrungen, Wünsche und Perspektiven sind das Herzstück dieser Veranstaltung – ohne sie wäre kein Schritt zu mehr Teilhabe möglich gewesen.



In Kooperation mit: 

 • Bezirksbürgermeister von Spandau

 • Bezirksbeauftragten für Partizipation und Integration von Spandau

Gefördert durch:

Geschäftsbüro:

Schivelbeiner Str. 6, 10439 Berlin

 

Beratungsbüro:

Trautenaustraße 5, 10717 Berlin

2. Etage im Pangea-Haus

 

Tel. 030 5484 0332  (Geschäftsbüro)

Die Rufnummer 030 2869 8795 ist bis zum 30. Juni wegen eines Anbieterwechsels nicht erreichbar. 

 

E-Mail. [email protected]

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