📅 Wann: Samstag, 13. Dezember
2025 | 12:30 - 20:00
Uhr
📍 Wo: Pangea Haus, Trautenaustraße 5, 10717 Berlin
Bundesweites Zusammenkommen – Raum für gegenseitige Empowerment und Sichtbarkeit!
Die Netzwerkkonferenz „Asiat*innen aktiv!“ ist das jährliche Treffen unseres bundesweiten Netzwerks im Rahmen des Projekts „Vielfalt im Dialog - mit EBAV!“, das sich 2025 monatlich im hybriden
Format „Brunch Talk“ ausgetauscht hat. Sie bringt Menschen mit eigener Migrationserfahrung aus ost- und südostasiatischen Ländern zusammen, um Erfahrungen zu teilen, Sichtbarkeit zu stärken und
Teilhabe zu fördern.
Zum Jahresende blicken wir gemeinsam zurück und entwickeln Ideen für die weitere Stärkung des Netzwerks. 40 asiatische Migrant*innen der 1. Generation* reisten dafür aus verschiedenen
Bundesländern nach Berlin an. Trotz verschiedenen Migrationsgeschichten wurde schnell eine gemeinsame Basis spürbar: die eigene Stimme stärken, Erfahrungen sichtbar machen und sich in einem
sicheren Raum auf Augenhöhe begegnen.
* Migrant*innen der ersten Generation sind Personen, die im Ausland geboren und aufgewachsen sind und im Erwachsenenalter aus verschiedenen
Gründen, wie z.B. Ausbildung, Studium, Arbeit, Familie, Partnerschaft oder politischen Gründen usw. nach Deutschland gekommen sind.
Einsteigen und uns kennenlernen
Zu Beginn begrüßte Projektleiterin, Jieun Park, die Teilnehmenden herzlich und stimmte auf den gemeinsamen Tag ein. Anschließend stellte sie GePGeMi e. V. sowie die Ziele des
EBAV-Projekts vor. Dabei ging es um Fragen wie: Warum sind wir heute zusammengekommen? Was möchten wir als Netzwerk gemeinsam erreichen? Und wie können wir Räume schaffen, in denen asiatische
Migrant*innen sich gegenseitig stärken, austauschen und langfristig unterstützen können? Das gab dem Tag einen klaren Rahmen und eine gemeinsame Richtung.
Danach folgte ein Kennenlernen über interaktive Positionierungsspiele. Anhand verschiedener Fragen, z. B. zu Herkunft, wie lange wir schon in Deutschland leben oder zum eigenen Migrationsweg,
stellten sich die Teilnehmenden im Raum auf. So wurden Gemeinsamkeiten und Unterschiede schnell sichtbar, und erste Gespräche entstanden ganz unkompliziert. Fragen zu Zugehörigkeit, „Zuhause“ und
der eigenen Rolle in der Gesellschaft luden außerdem zum kurzen Innehalten ein und machten deutlich, wie vielfältig unsere Perspektiven sind.
Gastvortrag: „Sichtbar sein in Deutschland – ist das wichtig?“
Für die Netzwerkkonferenz gab Katharina Kowalski in einem Forschungsprojekt** an der Universität Duisburg-Essen einen Impulsvortrag zur Leitfrage: „Sichtbar sein in Deutschland: Ist das
wichtig?“. Anhand der bisherigen Forschungsergebnisse wurde deutlich, wessen Stimmen in Politik und Öffentlichkeit vertreten sind und warum intersektional benachteiligte Gruppen mit
Migrationsgeschichte stärker repräsentiert und beteiligt werden müssen. Der Vortrag eröffnete zudem Fragen danach, wie Sichtbarkeit durch Beteiligung wachsen kann und welche community-gerechten
Wege, auch für asiatische Communities, dafür geschaffen werden können.
**NIG-Forschungsprojekt „Nicht gesehen, nicht
gesprochen, nicht gehört. Politische, Responsivität und intersektionale Ungleichheit
World-Café: Was bedeutet es für dich, Teil dieses Netzwerks zu sein?
Alle Teilnehmenden waren zum World-Café eingeladen. An drei wechselnden Thementischen tauschten wir Erfahrungen aus und diskutierten gemeinsam, wie sich das Netzwerk weiterentwickeln kann.
Am ersten Thementisch ging es um die persönliche Motivation: Warum bin ich Teil dieses Netzwerks, was wünsche ich mir davon? Viele Teilnehmende beschrieben die Konferenz als wichtigen Austauschraum mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen teilen. Neben dem Wunsch nach Zugehörigkeit wurde auch deutlich, dass mehrere Teilnehmende sich aktiv in unser Netzwerk einbringen, Themen sichtbar machen und gemeinsam Veränderungen anstoßen wollen.
Der zweite Thementisch richtete den Blick auf gemeinsame Anliegen: Welche Werte verbinden uns als Menschen mit ost- und südostasiatischer Migrationsgeschichte? Was ist unser gemeinsames Interesse, was macht dieses Treffen besonders? In dieser Runde wurden zentrale Themen klarer, an denen wir im Netzwerk weiterarbeiten möchten, etwa die Frage, wie wir selbst bleiben können und gleichzeitig respektiert, gehört und ernst genommen werden.
Am dritten Thementisch stand die Zukunft im Fokus: Welche Vision haben wir für das Netzwerk, welche Ziele wollen wir erreichen und wie können wir neue Mitglieder gewinnen? Außerdem sammelten wir konkrete Bedarfe, zum Beispiel welche praktischen Unterstützungsangebote im Netzwerk hilfreich wären.
Vertiefter Austausch in drei Themenräumen
Nach dem World-Café gab es die Möglichkeit, in kleinen Gruppen in drei Themenräumen weiter in die Tiefe zu gehen.
Raum 1: Meldestelle AAR
In diesem Raum diskutierten wir, wie die Meldestelle AAR (Antiasiatischer Rassismus) noch community-gerechter gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt stand die Frage, warum es wichtig ist,
antiasiatische Rassismuserfahrungen sichtbar zu machen. Außerdem erhielten die Teilnehmenden Einblicke in den Jahresbericht der Meldestelle.
Raum 2: Supervision für Multiplikator*innen der Empowerment-Workshops
Rund sechs Monate nach der Multiplikator*innen-Schulung kamen die Multiplikator*innen erneut mit der Trainerin zusammen. Zwei Multiplikator*innen hatten inzwischen Empowerment-Workshops für
chinesische Studierende umgesetzt. In der Supervision wurden Erfahrungen geteilt, Herausforderungen besprochen sowie praktische Tipps und Unterstützungsbedarfe gesammelt.
Raum 3: Erfahrungen im Gesundheitssystem in Deutschland
Hier wurde die laufende Studie von GePGeMi vorgestellt. Anschließend tauschten wir uns, unterstützt durch interaktive Methoden, über Erfahrungen asiatischer Migrant*innen im deutschen
Gesundheitssystem aus. Ein Schwerpunkt lag darauf, konkrete Handlungsansätze zu sammeln: Wie können Zugangsbarrieren abgebaut und rassismus- und diskriminierungssensible Versorgung und Behandlung
gestärkt werden?
Ausklang und Ausblick: Gemeinsam feiern, was wir erreicht haben!
Nach einem intensiven und stärkenden Tag voller Austausch fand die Konferenz am Abend einen feierlichen Ausklang. Beim gemeinsamen Abendessen kamen die Teilnehmenden in entspannter Atmosphäre
weiter ins Gespräch und knüpften neue Kontakte. Besonders berührend war die Foto-Diashow aus einem Jahr: Sie machte sichtbar, was wir gemeinsam aufgebaut haben.
Die Netzwerkkonferenz „Asiat*innen aktiv!“ war nicht nur ein Rückblick, sondern setzte neue Impulse für die Weiterentwicklung des Netzwerks, hin zu mehr Sichtbarkeit, Solidarität und aktiver
Teilhabe asiatischer Migrant*innen in Deutschland.
Einladung
Netzwerkkonferenz „Asiat*innen aktiv!“ 2025
📅 Wann: Samstag, 13. Dezember
2025 | 12:30 - 20:00
Uhr
📍 Wo: Pangea Haus, Trautenaustraße 5, 10717 Berlin
Was ist die Netzwerkkonferenz „Asiat*innen aktiv!“?
In diesem Jahr haben sich jeden Monat asiatische Menschen mit Migrationserfahrung aus ganz Deutschland zum „Brunch Talk“ getroffen. Hier wollen wir uns vernetzen, austauschen und gegenseitig stärken. Gemeinsam sprechen wir über Themen, die uns wichtig sind: Sichtbarkeit, Vielfalt und Teilhabe in der Gesellschaft sowie über unsere gemeinsamen Erfahrungen als asiatische Personen in Deutschland.
Zum Jahresende laden wir zum ersten Mal zur jährlichen Netzwerkkonferenz „Asiat*innen aktiv“ ein. Sie bietet die Gelegenheit, sich einmal jährlich
intensiver und in größerem Rahmen zu vernetzen – zusätzlich zu den monatlichen hybriden Treffen des "Brunch Talks".
Alle interessierten Menschen aus ost- und südostasiatischen Ländern der ersten Generation sind herzlich eingeladen – egal ob du bereits beim Brunch Talk dabei warst oder zum
ersten Mal mitmachen möchtest. Ob Studierende, Berufstätige, Auszubildende, Asylbewerber*innen oder aus familiären Gründen Zugezogene: Wir freuen uns auf den
Austausch mit dir.
Wir schauen gemeinsam auf unsere bisherigen Treffen im Jahr 2025 zurück und planen, wie wir unser Netzwerk und unsere gesellschaftliche Teilhabe weiter stärken können.
Hinweis: Wenn du von außerhalb Berlins anreist, kannst du eine Fahrtkostenerstattung und ggf. Unterstützung bei den Übernachtungskosten erhalten. Bitte gib bei deiner Anmeldung im Formular an, wenn du Hilfe für Anreise oder Unterkunft benötigst.
Wir freuen uns auf dich – sei dabei!
Programm
Wer ist eingeladen?
Eingeladen sind asiatische Migrant*innen der ersten Generation, also Personen, die im Erwachsenenalter nach Deutschland gekommen sind.
Möchtest du gerne teilnehmen, wohnst aber nicht in Berlin?
Kein Problem! Wenn du von außerhalb Berlins kommst, kannst du Unterstützung für deine Reisekosten erhalten. Wir erstatten bis zu 110 Euro für Fahrkosten (Hin- und Rückfahrt) und bis zu 70 Euro für eine Übernachtung. Nach deiner Anmeldung bekommst du alle wichtigen Infos und Regeln dazu.
Du bist interessiert, machst dir aber vielleicht Gedanken wegen deines Deutsch?
Wir gehören alle zur ersten Generation von Migrant*innen und sprechen Deutsch als Fremdsprache.
In unserer gemeinsamen Arbeit zählt, was du zu sagen hast – unabhängig von deinen Deutschkenntnissen.
Mit Respekt, Vertrauen und Offenheit schaffen wir Raum für alle Stimmen.
Kontakt und Rückfragen
Für weitere Informationen und Rückfragen wendet euch bitte an: [email protected]
In Kooperation mit
Das Projekt "Vielfalt im Dialog mit EBAV" wird als Innovationsprojekt im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Zudem wird es von der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung im Rahmen von „Demokratie. Vielfalt. Respekt.“, dem Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus, kofinanziert.
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