Mehrsprachiger Empowerment-Workshop 

„Sehen, Verstehen, Stärken” für chinesischsprachige Frauen* 

23.-25. Januar 2026 | Valentinskamp 34A, 20355 Hamburg (Fabrique im Gängeviertel) 

Der zweite mehrsprachige Empowerment-Workshop in Hamburg

 

Im Rahmen des Projekts „Vielfalt im Dialog mit EBAV!“ fand in Hamburg der zweite mehrsprachige Empowerment-Workshop mit dem Titel „Sehen, Verstehen, Stärken“ statt. Das Angebot richtete sich an chinesischsprachige Frauen*, die in Deutschland als asiatische Frauen gelesen werden und sich in einem geschützten Rahmen mit Erfahrungen von Rassismus und Sexismus auseinandersetzen möchten. Begleitet wurde der Workshop von einer Multiplikatorin aus der chinesischen Community, die im vergangenen Jahr die Multiplikator*innen-Schulung im Rahmen des Projekts absolviert hat. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

* Das Sternchen in Mädchen*/ Frauen* weist daraufhin, dass damit nicht nur cis-Mädchen/Frauen (also bei der Geburt als weiblich eingeordnete und sich auch so identifizierende Personen) gemeint sind, sondern auch auf andere Menschen, die sich als Mädchen/Frauen identifizieren oder angesprochen fühlen. 

Ein Raum für Austausch, Klarheit und Stärkung

 

Der dreitägige Workshop schuf einen besonderen Schutzraum, in dem Teilnehmende ihre Erfahrungen in Deutschland als asiatische Frauen gelesene Menschen in der Muttersprache teilen konnten, ohne sich erklären oder rechtfertigen zu müssen. Gerade weil solche Gespräche im Alltag  häufig kaum Raum finden, wurde der Raum bewusst als sicher und zugleich mutig gestaltet: respektvoll, vertraulich, solidarisch und stärkend. 

 

 

Über drei Tage hinweg arbeiteten die Teilnehmenden Schritt für Schritt an zentralen Begriffen, der gemeinsamen Einordnung ihrer Erfahrungen und dem Erproben konkreter Strategien. Inhaltlich standen unter anderem folgende Fragen im Fokus: 

  • Was ist Diskriminierung und wie zeigt sie sich in unterschiedlichen Situationen? 
  • Was bedeutet Intersektionalität und wie greifen Rassismus und Sexismus ineinander? 
  • Woher stammen Vorstellungen von „Asien“ und „asiatischen Frauen“ und wer oder was prägt diese Bilder? 

Ein wichtiger Bestandteil war die Arbeit mit Sprache: Durch Begriffe und das gemeinsame Einordnen konnten Gefühle benannt, Erfahrungen strukturiert und die eigene Wahrnehmung ernst genommen werden. Dieses gemeinsame „Benennen“ machte Unsichtbares sichtbar und schuf Klarheit darüber, was erlebt wurde und warum es belastend sein kann. 

Von Erfahrungen zu Strategien

 

Neben dem Austausch ging es um konkrete Praxis: Teilnehmende haben Beispiele analysiert, verschiedene Reaktionsmöglichkeiten gesammelt und diskutiert. Zusätzlich wurden Unterstützungsangebote und Anlaufstellen zusammengetragen, damit Teilnehmende im Alltag schneller Orientierung und Rückhalt finden können.  

 

Und was bleibt? Am Ende nahmen viele Teilnehmende neue Perspektiven und konkrete Impulse für den Alltag mit. Der Workshop bot Raum für Austausch, offene Fragen und die Überlegung nächster Schritte.   


Das Projekt "Vielfalt im Dialog mit EBAV" wird als  Innovationsprojekt im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Zudem wird es von der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung im Rahmen von „Demokratie. Vielfalt. Respekt.“, dem Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus, kofinanziert.

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