#10 Netzwerktreffen „Brunch Talk“:
„Ich habe angefangen, mein asiatisch Sein zu lieben“
📅 Wann: Samstag, 31. Januar
2026 ⏰ 11:00 - 14:00 Uhr
📍 Wo: GePGeMi e.V., Schivelbeinerstraße
6, 10439 Berlin
(bundesweite Online-Teilnahme möglich)
Warum es den Brunch Talk gibt
Der Brunch Talk bietet einen geschützten Raum für asiatische Migrant*innen der ersten Generation, die als Erwachsene nach Deutschland gekommen sind. Hier ist Platz für Fragen, Zweifel und den Austausch von Alltagserfahrungen. Wir glauben: Teilhabe beginnt im Dialog. Aus persönlichen Geschichten erwächst gemeinsames Lernen und kollektives Handeln.
Das erste Treffen 2026
Vor Ort in Berlin und online aus verschiedenen Bundesländern kamen Menschen zusammen, um diesen Raum gemeinsam weiterzugestalten. Das erste Treffen im neuen Jahr knüpfte an das Worldcafé an – eine intensive Gruppenarbeit im Rahmen der Netzwerkkonferenz „Asiat*innen aktiv“ im vergangenen Jahr – und vertiefte die dort benannten Wünsche, Herausforderungen und Visionen: Welche Fragen sollen uns durch das Jahr 2026 begleiten?
Ein wesentlicher Fokus lag auf dem Austausch über Kommunikation in Arbeit und Studium. Dabei wurde besonders über die Spannung zwischen „lauter/direkter sein“ und dem
Wunsch nach Teamgeist gesprochen. Viele kennen Sätze wie: „Du musst deine Meinung stärker ausdrücken“ oder „Sag einfach direkter Nein“. Gleichzeitig wurde deutlich: Hinter indirekteren
Kommunikationsweisen stehen oft Werte wie Respekt, Rücksichtnahme und Harmonie, die nicht immer als Stärke anerkannt werden.
Im Austausch wurde aber auch sichtbar, wie viel Kraft darin liegen kann. Eine Person sagte: „Ich hatte auch solche Schwierigkeiten. Aber ich habe angefangen, mein Asiatisch-Sein zu
lieben. Gerade meine integrative Kraft im Hintergrund sorgt dafür, dass das Team zusammenhält.”
Daraus ergeben sich weitere Fragen: Was bedeutet „Asiatisch-Sein“ für mich, und wie wird es in Deutschland wahrgenommen? Wie können Räume geschaffen werden, in denen Menschen mit
ihren Werten wirksam sein können, ohne sich verstellen zu müssen?
Zum Abschluss wurden Themen gesammelt, die viele im Alltag begleiten: Wie benennen wir uns selbst? Welche Erfahrungen wollen wir sichtbar machen und welche Worte finden wir dafür? Für 2026 planen
wir, diesen Austausch auch praktisch zu vertiefen: durch Lese- und Filmformate, Info-Veranstaltungen auch für Eltern sowie Workshops zu Grenzsetzung und Kommunikation im Beruf.
„Heute habe ich mich hier wohlgefühlt – genau so verstehe ich ein Netzwerk.“
Dieser Satz einer Teilnehmerin beschreibt den Kern unserer Arbeit: Teilhabe bedeutet, einen Ort der Zugehörigkeit zu haben, an dem Erfahrungen ernst genommen werden. Der Brunch Talk bleibt auch
2026 ein offener Raum für alle, die diesen Weg gemeinsam gehen möchten.
Das Projekt "Vielfalt im Dialog mit EBAV" wird als Innovationsprojekt im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Zudem wird es von der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung im Rahmen von „Demokratie. Vielfalt. Respekt.“, dem Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus, kofinanziert.
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