Rundgang durch die Photovoice-Ausstellung 
Im Rahmen der Pressekonferenz der Meldestelle AAR zum Jahresbericht 2025

📅Wann: Donnerstag, den 26. März 2026 | ⏰ 10:00 bis 12:00 Uhr  
📍 Wo: Heinrich-Böll-Bibliothek, Greifswalder Str. 87, 10409 Berlin 

Ganz im Sinne der Internationalen Wochen gegen Rassismus stellte die Meldestelle AAR am 26. März 2026 ihren ersten Jahresbericht im Rahmen einer Pressekonferenz in der Heinrich-Böll-Bibliothek vor. Im Anschluss fand eine Führung durch die Photovoice-Ausstellung „Wie fühlen wir uns in der Migrationsgesellschaft wohl? – Lebenswelten der Jüngeren, Älteren und Familien“ statt. 

 

Ein Rahmen für Betroffenenperspektiven

Mit der Meldestelle AAR gibt es erstmals eine bundesweite, communitybasierte Struktur, in der Erfahrungen von anti-asiatischem Rassismus gemeldet, dokumentiert und ausgewertet werden können. Dadurch werden Erlebnisse sichtbar, die häufig individuell bleiben, überhört oder gesellschaftlich nicht ausreichend wahrgenommen werden. Die Dokumentationsarbeit schafft einen Rahmen, in Betroffenenperspektiven festgehalten, eingeordnet und öffentlich sichtbar gemacht werden. 

Die Wahl der Heinrich-Böll-Bibliothek als Veranstaltungsort unterstrich dabei den Anspruch, das Thema anti-asiatischer Rassismus in einen offenen gesellschaftlichen Raum zu tragen. Die Veranstaltung richtete sich nicht ausschließlich an Fachpublikum oder unmittelbar Betroffene, sondern machte die Auseinandersetzung mit Rassismus zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe


Jahresbericht 2025: Erste systematische Auswertung

Der erste Jahresbericht der Meldestelle AAR zum Dokumentationsjahr 2025 zeigt erstmals systematisch, welche Erfahrungen und Muster hinter anti-asiatischem Rassismus in Deutschland stehen. Insgesamt gingen 188 Meldungen ein. Davon wurden 141 Fälle ausgewertet. Die Ergebnisse verdeutlichen: Hinter den Zahlen stehen konkrete Lebensrealitäten asiatisch gelesener Menschen und Erfahrungen, die bislang häufig unsichtbar geblieben sind.  

 

Raum für Dialog und Reflexion

Dabei bot die Pressekonferenz nicht nur eine prägnante Präsentation der Ergebnisse mit klaren Botschaften an Politik, Verwaltung und die deutsche Gesellschaft, sondern schuf zugleich einen Raum für Fragen, Austausch und gemeinsame Reflexion. Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, weiteren Melde- und Beratungsstellen, der Presse sowie asiatischen Communitys kamen miteinander in den Dialog. So wurden Betroffenenperspektiven, communitybasierte Dokumentationsarbeit und institutionelle Verantwortung zusammengeführt. 

 

Photovoice-Ausstellung macht Fakten greifbar

Der anschließende Rundgang durch die Photovoice-Ausstellung vertiefte den Austausch auf persönlicher Ebene und verband die im Bericht beschriebenen Strukturen mit konkreten Lebensrealitäten aus der vielfältigen Migrationsgesellschaft. Dadurch wurden Zahlen und Fakten mit persönlichen Erfahrungen verbunden und greifbar gemacht.  

Die Veranstaltung machte deutlich: Sichtbarmachung, Empowerment und gesellschaftliche Teilhabe gehören zusammen. Anti-asiatischer Rassismus muss als Teil der deutschen Migrationsgesellschaft ernst genommen und in Politik, Verwaltung und Demokratieförderung stärker berücksichtigt werden. 

 


Das Projekt "Vielfalt im Dialog mit EBAV" wird als  Innovationsprojekt im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Zudem wird es von der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung im Rahmen von „Demokratie. Vielfalt. Respekt.“, dem Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus, kofinanziert.

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