Vielfaltscafé: Von Freundschaft, Zugehörigkeit und Bibimbap  

📅 Wann: Samstag, den 15. November 2025 von 14:30 bis 16:30 Uhr
📍 Wo: Schivelbeiner Straße 6, 10439 Berlin, GePGeMi e.V.

Beim monatlichen Treffen „Vielfaltscafé“ im November drehte sich alles um eine zentrale Frage: Wie entstehen Freundschaften, Nähe und Zugehörigkeit und  welche Bedeutung hat dies in einer vielfältigen Migrationsgesellschaft? Unter dem Motto „Von Freundschaft, Zugehörigkeit und Bibimbap“ kamen am 15. November Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammen, um gemeinsam zu kochen, zu sprechen und sich auf neue Weise zu begegnen. 

Bibimbap und das Gespräch über soziale Nähe

Auf dem Menü stand Bibimbap – ein koreanisches Reisgericht, das viele unterschiedliche Zutaten miteinander verbindet. Alle Teilnehmenden brachten eine eigene Zutat mit, die in drei Gruppen vorbereitet wurde. Während Gemüse geschnitten, Eier angebraten und Reis gekocht wurde, kamen die Teilnehmenden über Nähe, Distanz und alltägliche Erfahrungen des Zusammenlebens ins Gespräch.  

Impulse aus unserer vergangenen Photovoice regten dabei Reflexionen an, etwa: Was erleichtert erste Kontakte? Woran scheitert es manchmal? Und wie können Räume gestaltet sein, in denen sich unterschiedliche Menschen wirklich wohlfühlen? Nachdem alle Zutaten fertig waren, setzten wir uns an einen großen Tisch, mischten gemeinsam unser Bibimbap und tauschten beim Essen die Eindrücke und Erfahrungen aus allen Gruppen aus. 

Perspektive auf Nähe, Distanz und Teilhabe

Dabei wurden viele persönliche Erfahrungen sichtbar. Einige Teilnehmende berichteten von kleinen Gesten, die Nähe schaffen – etwa wenn Nachbar*innen spontan Hilfe anbieten. Andere erzählten von Unsicherheiten, etwa wenn trotz guter Deutschkenntnisse automatisch auf Englisch geantwortet wird oder sprachliche Korrekturen den Gesprächsfluss stören. Darüber hinaus kam die „unsichtbare Wand“ zur Sprache, die Menschen mit Migrationserfahrung oft daran hindert, in bereits bestehende Gruppen hineinzuwachsen – sei es im Studium oder im beruflichen Umfeld.  Gleichzeitig äußerten viele den Wunsch nach mehr Begegnungsräumen und nach Möglichkeiten, Kommunikationskompetenzen zu entwickeln, die respektvolle Interaktionen in einer vielfältigen Gesellschaft unterstützen. 

Räume für Begegnung und Vertrauen 

Das Vielfaltscafé hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll offene, mutige Räume für Begegnung sind. Wir danken allen, die dabei waren, für ihre Geschichten, Gedanken und Zutaten – und freuen uns schon auf das nächste Mal. 


Das Projekt "Vielfalt im Dialog mit EBAV" wird als  Innovationsprojekt im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Zudem wird es von der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung im Rahmen von „Demokratie. Vielfalt. Respekt.“, dem Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus, kofinanziert.

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