Rückblick: Netzwerktreffen „Brunch Talk“

#11 Was entsteht, wenn wir uns treffen?

 📅 Wann: Samstag, 07. März 2026   11:00 - 14:00 Uhr
📍 Wo: GePGeMi e.V., Schivelbeinerstraße 6, 10439 Berlin + Online

Am 7. März 2026 fand das monatliche Treffen des Netzwerks „Brunch Talk“ in Berlin statt. Gleichzeitig waren auch Netzwerkmitglieder aus verschiedenen Orten bundesweit online dabei, diesmal unter dem Motto: „Was entsteht, wenn wir uns treffen?“

Seit dem Start des Brunch Talks im Jahr 2025 kommen Menschen mit ost- und südostasiatischer Migrationsgeschichte der 1. Generation zusammen, um einander kennenzulernen, zuzuhören und sich über ihre Erfahrungen auszutauschen. Durch ihre Wünsche, Ideen und ihr Engagement wird das Netzwerk gemeinsam weiterentwickelt und gestaltet. Auch das Treffen im März knüpfte daran an: Als Raum für Austausch und dafür, eigene Erfahrungen miteinander zu teilen und sichtbar zu machen. 


Filmimpuls: „1,2,3 – Kimchi!“

Ein besonderes Highlight war die Vorführung des Films „1,2,3 – Kimchi!“, den unser Netzwerkmitglied selbst gedreht hat. Die Filmemacherin, Hakyung Kang, teilt darin ihre biografische Migrationsgeschichte.

„Ich habe den Film gemacht, weil viel über ‚Migrationsprobleme‘ und über Migrant*innen gesprochen wurde, aber oft ohne die Migrant*innen selbst.“

Identität, Zugehörigkeit und Sichtbarkeit

Im anschließenden Gespräch ging es um migrantisches Leben, Zugehörigkeit und Identität. Viele Netzwerkmitglieder erkannten sich in den Erzählungen wieder und tauschten sich darüber aus: Wie ist es, asiatisch gelesen und zugleich als fremd wahrgenommen zu werden? Wie prägen solche Erfahrungen die eigene Identität? Und wie zeigen sich Migrationsgeschichte und Zugehörigkeit in Sprache, Erinnerung und Alltag? Auch Themen wie Aufenthaltsstatus sowie die damit verbundene emotionale Belastung und (Un)Sicherheit wurden angesprochen. 

 

Zum Ende des Brunch Talks wurde noch einmal deutlich, warum es diesen Raum für Austausch braucht. Wie ein Mitglied sagte:

„Wir sind vielfältig – jede*r hat ein eigenes Leben, auch als Migrant*in.“


Im Erzählen unserer eigenen Geschichten wird diese Vielfalt sichtbar. Gerade weil migrantische Erfahrungen oft in einfache Schubladen gesteckt werden, bietet dieser Austausch die Möglichkeit, solche Vorstellungen zu hinterfragen und aufzubrechen. Gleichzeitig werden auch gemeinsame Bedürfnisse sichtbar, an die wir anknüpfen können, um unsere Stimmen hörbar zu machen und gemeinsam etwas zu bewegen.

 



Das Projekt "Vielfalt im Dialog mit EBAV" wird als  Innovationsprojekt im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Zudem wird es von der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung im Rahmen von „Demokratie. Vielfalt. Respekt.“, dem Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus, kofinanziert.

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