#13 – Familie, Ankommen, Zugehörigkeit
📅 Wann: Samstag, 9. Mai
2026 ⏰ 11:00 - 14:00 Uhr
📍 Wo: Berlin
& bundesweit Online: GePGeMi e.V., Schivelbeinerstraße 6, 10439 Berlin
Hamburg: Haus des Engagements im betahaus (Meetingraum 1), Eifflerstraße 43,
22769 Hamburg
Ein gemeinsamer Raum für Erfahrungen
Anlässlich des Familienmonats Mai stand der dreizehnte Brunch Talk unter dem Thema „Familie, Ankommen, Zugehörigkeit“. In Berlin und bundesweit online tauschten sich asiatische Migrant*innen der ersten Generation zur Frage „Was bedeutet Familie heute?“ aus. In Hamburg ging es um die Frage: „Angekommen? Wann habe ich mich hier wirklich Zuhause gefühlt?“ Beide Themen machten sichtbar, wie persönliche Erfahrungen mit Familie, Migration und Zugehörigkeit miteinander verbunden sind.
In Berlin und online bildeten ausgewählte Ausschnitte aus dem Roman Die Tochter von Kim Hye-jin den Einstieg. Die Geschichte einer Mutter, die als Pflegerin arbeitet, und ihrer lesbischen Tochter eröffnete Gespräche über Familie, Rollenbilder und gesellschaftliche Erwartungen in den Herkunftsgesellschaften. Viele Teilnehmende erkannten darin eigene Erfahrungen wieder: patriarchische Vorstellungen von Familie, familiäre Erwartungen, Verantwortung gegenüber Angehörigen und wenig Raum für unterschiedliche Lebensformen.
Ausgehend davon richtete sich der Blick auf das Leben in Deutschland. Die Teilnehmenden sprachen darüber, wie sich Fragen von Familie, Normalität und Anerkennung in der Migrationsgesellschaft neu stellen. Wer gilt als „normal“? Welche Erfahrungen bleiben unsichtbar? Und wodurch ein Gefühl von Zugehörigkeit entstehen kann. Dabei wurde deutlich: Vielfalt bedeutet nicht nur, dass unterschiedliche Menschen zusammenleben, sondern auch, dass ihre Perspektiven ernst genommen und gesellschaftlich mitgedacht werden.
In Hamburg setzten sich die Teilnehmenden mit Ankommen, Zuhause und Zugehörigkeit auseinander. Sie sammelten zunächst eigene Assoziationen zu „Zuhause“ und sprachen darüber, welche Menschen, Orte, Gefühle und Bedingungen damit verbunden sind. In Kleingruppen wurde deutlich: Ankommen bedeutet nicht nur, an einem Ort zu leben. Es bedeutet auch, sich sicher, gesehen, verbunden und handlungsfähig zu fühlen.
In Berlin, online und Hamburg zeigte sich, wie eng Familie, Ankommen und Zugehörigkeit miteinander verbunden sind. Der Brunch Talk bot asiatischen Migrant*innen der ersten Generation einen Raum, eigene Erfahrungen zu teilen, einzuordnen und sich gegenseitig zu stärken. Gleichzeitig wurde sichtbar, dass Teilhabe nicht nur durch formale Zugänge entsteht, sondern dort, wo Menschen mit ihren Lebenswegen, Bedürfnissen und Perspektiven anerkannt werden. Genau hier setzt der Brunch Talk an: als niedrigschwelliger Ort für Austausch, Empowerment und gemeinsames Nachdenken über Zusammenhalt in einer vielfältigen Migrationsgesellschaft.
Das Projekt "Vielfalt im Dialog mit EBAV" wird als Innovationsprojekt im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Zudem wird es von der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung im Rahmen von „Demokratie. Vielfalt. Respekt.“, dem Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus, kofinanziert.
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