Weitere mögliche Themen- oder Problembeispiele für die Beratung:

Sind Sie nicht sicher, ob Ihr Problem für die Beratung richtig ist? Hier sind einige Beispielfälle, in denen unser Beratungsteam Ihnen beratend zur Seite stehen kann. Sollten Sie ähnliche Probleme haben, wenden Sie sich gerne an unsere Beratungsstelle.

Auf Deutsch ein Formular ausfüllen

Bei einer Behörde muss ich einen Antrag stellen. Ich habe das Formular fertig ausgefüllt. Es wäre eine Hilfe, wenn jemand es  zusammen mit mir überprüfen könnte...

Unangenehme Erfahrung auf der Straße

Als ich auf der Straße lief, habe ich plötzlich gehört, dass jemand hinter mir laut „Geisha!“ „Hara-Kiri!“ „Ni-Hao!“ gesagt hat. Ich traute mich nicht, zurückzuschauen, weil ich mir nicht sicher war, ob das an mich gerichtet war, und ich hatte Angst vor weiteren Adressierungen, weil ich alleine war. Im Nachhinein wuchs ein Ärger in mir und ich frage mich nun ständig, was ich in diesem Moment hätte machen müssen...

Kommunikation mit der Schule meines Kindes

Mein Sohn ist von seiner Klassenlehrerin eingeschüchtert, weil sie ihm einmal in Bezug auf seine Herkunft etwas Komisches gesagt hat. Seitdem hat er öfters Bauchschmerzen und sieht morgens bedrückt aus. Ich weiß nicht, wie ich die Lehrerin darüber informieren kann.

Angst vor einem Arztbesuch

Herr C. hat seit Jahren schreckliche Zahnschmerzen. Er weiß sehr wohl, dass er zum Zahnarzt gehen muss, zögert aber, weil er in Deutschland keine Krankenkasse hat und zudem nicht viel zahlen kann. Er hatte für 2020 geplant, während eines Familienbesuchs in seinem Heimatland, einen Zahnarzt vor Ort zu besuchen. Aufgrund der coronabedingten Reiseeinschränkung kam es jedoch nicht dazu. Nun kann er wegen der Schmerzen oft nicht mehr durchschlafen und spürt einen massiven Leistungs- und Konzentrationsverlust im Alltag und auf der Arbeit.

Bilingual, aber nicht zu Hause?...

Frau K. ist seit zwei Jahren glücklich mit ihrem deutschen Ehemann verheiratet. Sie leben in Deutschland und möchten eine Familie gründen. Bald erwarten sie ihr erstes Kind. Frau K. war von Anfang an eine bilinguale Erziehung sehr wichtig, sie möchte konsequent auf Koreanisch mit ihrem Kind sprechen. Ihr Mann spricht kein Koreanisch, aber auch er sagte immer, dass es ihm wichtig sei und sie dabei unterstützen werde. Nach der Geburt ist jedoch alles anders. Frau K. hört von ihrem Mann, dass er sich ausgeschlossen fühlt, wenn sie mit dem Kind auf Koreanisch spricht. Ihr Mann möchte nicht mehr, dass sie zu Hause auf Koreanisch spricht. Nach vielen Diskussionen und Auseinandersetzungen sagt er, dass sie das Kind eines Tages auf die koreanische Sprachschule schicken können, das würde für die zweisprachige Erziehung genügen. Frau K. ist sehr verwirrt und fühlt sich sehr verletzt, sie weiß nicht an wen sie sich mit diesem Problem wenden kann.

Hundefleisch?...

Wenn ich mit meinem deutschen Ehemann zu Familienfeiern gehe oder wir uns mit seinem Freundeskreis verabreden, werde ich immer wieder gefragt, ob ich Hundefleisch esse. Vor allem mein Schwager stellt mir auf Geburtstagen oder an Weihnachten regelmäßig komische Fragen zu meiner Herkunft. Mein Mann sagt dazu, dass ich es nicht ernst nehmen und das alles ignorieren soll. Erst habe ich mir auch nicht so viel dabei gedacht, aber nach so vielen Jahren verletzen mich diese Kommentare sehr. Ich habe immer mehr Angst zu diesen Feiern und Treffen zu gehen. Mir ist vorher sogar manchmal schlecht. Mein Mann versteht das nicht. Ich weiß nicht mehr was ich machen soll, ist das Rassismus? Wie kann ich damit umgehen?

Konflikte mit deutschen Schwiegereltern

Ich erlebe viele Konflikte mit meinen deutschen Schwiegereltern. Sie waren von Anfang an gegen unsere Beziehung. Aber mein Mann und ich lieben uns sehr und wir möchten endlich eine Familie gründen. Aber seine Eltern sagen, dass sie Angst davor haben, wie unsere Kinder wohl aussehen werden oder sie sagen ihm, dass ich die Kinder wegnehmen werde. Sie fordern immer wieder von ihrem Sohn, dass wir uns trennen. Ich möchte auch nicht von meinem Mann verlangen, den Kontakt zu seinen Eltern abzubrechen. Aber das alles belastet mich so sehr, dass ich kaum noch schlafen oder mich auf meine Arbeit konzentrieren kann. Ich weiß nicht was ich tun soll.

Ich bin keine Babysitterin meines Kindes...

Frau P. lebt mit ihrem deutschen Ehemann seit vielen Jahren in Deutschland. Seit Kurzem geht ihre Tochter in den Kindergarten. Im Kindergarten wird sie regelmäßig verwechselt, ob sie die Babysitterin oder das Au-pair ihrer Tochter sei. Die Leute fragen sie auch, ob es wirklich ihre Tochter sei. Frau P. erlebt diese Situationen immer wieder in ihrem Alltag, z.B. auf dem Spielplatz, in der Arztpraxis oder auf dem Amt. Sie fühlt, dass die Leute sie und ihre Familie komisch anschauen oder sogar anstarren. Sie hört oft, wie ihr Mann gefragt wird, wie alt Frau P. sei und wo er sie genau kennengelernt hätte. Sie ist sehr wütend und traurig darüber. Auch fühlt sie sich erschöpft und müde immer dagegen anzukämpfen. Sie weiß nicht mehr, wie sie reagieren soll.

Schwierigkeiten bei der Kultur- und Sprachvermittlung an Kinder

Frau M. möchte ihre Kinder zweisprachig erziehen. Als die Kinder klein waren, hat das gut funktioniert. Seit der Einschulung antworten die Kinder ihrer Mutter aber nur noch auf Deutsch. Frau M. ist ratlos, wie sie ihre Sprache weiter vermitteln kann oder was gute Methoden dafür sind. Frau M. möchte ihre Kinder daher jeden Samstag auf eine Sprachschule schicken. Aber die Kinder fühlen sich auf der Schule unwohl und weinen und streiten jeden Samstag mit ihrer Mutter, dass sie die Sprache nicht lernen wollen. Frau M. ist verzweifelt und weint auch oft. Sie hat Angst, dass sie die Verbindung zu ihren Kindern verliert oder dass ihre Kinder den Respekt vor ihrer Mutter verlieren, weil sie denkt, dass sie nicht gut Deutsch spricht. Frau M. möchte gerne mit anderen Leuten über diese Probleme und über eine gute zweisprachige Erziehung sprechen. Aber niemand hat wirklich Verständnis. Frau M. weiß nicht, wen sie fragen kann.

Hilflosigkeit nach dem Tod des Partners

Frau P. lebt bereits seit über 40 Jahren in Berlin und hat die meiste Zeit ihrer Ehe mit der Kindeserziehung und einer Arbeitstätigkeit als Raumpflegekraft verbracht. Da sie neben ihrem Deutschen Mann und dessen früherer Familie fast keine Kontakte zu weiteren deutschen Erstsprachler*innen hatte, konnte sie ihr Sprachvermögen im Deutschen nicht ausbauen, was häufig zu Problemen im Alltag führt. Bisher konnte Frau P. auf die Hilfe ihres Mannes und auch einiger Kolleg*innen zurückgreifen, die sie bei Sprach- und Übersetzungsproblemen unterstützen. Seit dem plötzlichen Tod von Frau P.s Mann hat sich ihre Situation jedoch grundlegend verändert. Frau P. fühlt sich hilflos, da sie in vielen Bereichen des Alltags nicht mehr auf die Hilfe ihres Mannes zurückgreifen kann und ihre Kolleg*innen ganz eigene Probleme haben.

Probleme mit den älteren Kindern

Seit das Kind von Frau L. 17 Jahre alt geworden ist, hat sich vieles in ihrer Beziehung verändert. Frau L. hat das Gefühl, dass sich ihr Kind – bald volljährig – mehr und mehr von ihr abwendet und nur selten bereit ist, mit Frau L. Zeit zu verbringen oder sie zu unterstützen. Da Frau L. nicht besonders gut Deutsch spricht, hat sie das Gefühl, ihrem Kind eine Last zu sein, obwohl sie sich doch nur das Beste wünscht. Auch haben sich die schulischen Leistungen ihres Kindes stark verschlechtert, was Frau L. sehr belastet, da sie ihr Kind wegen der verschiedenen Sprachen nicht richtig unterstützen kann. Frau L. ist vollkommen ratlos, wie sie sich mit der Situation umgehen kann.

Liebe oder Freiheitseingriff?

Frau Y. kommt aus Japan und lebt seit zwei Jahren mit ihrem deutschen Ehemann in Berlin. Das Sprachniveau im Deutschen der Frau Y. liegt momentan auf A2–B1 und das Ehepaar kommuniziert hauptsächlich auf Englisch. Der Ehemann ist ganz lieb zu Frau Y. und will, dass sie sich nur auf die eheliche Lebensgemeinschaft konzentriert. Frau Y. möchte aber gerne eine Sprachschule besuchen, um ihr Deutsch zu verbessern, und darüber hinaus um ihr Umfeld außerhalb der Ehe besser kennenzulernen. Als Frau Y. ihrem Ehemann den Wunsch mitteilte, wurde er sehr aufgeregt und sagte ihr, dass sie das nicht brauche, weil die Kommunikation zu Hause einwandfrei sei. Des Weiteren äußerte er die Sorge, dass sie dort einen neuen Freund kennenlernen würde und dass sie fremdgehen würde. Frau Y. hat außerdem noch kein eigenes Bankkonto, weil der über durchschnittlich verdienende Ehemann behauptet, dass Ausländer in Deutschland kein Bankkonto öffnen dürfen. Frau Y. ist zwar zufrieden mit dem liebevollen Ehemann, nimmt jedoch wahr, dass ihre Freiheit durch ihn eingeschränkt ist.

Dominante Partnerin

Herr K. hat sich vor drei Jahren mit einer deutschen Frau verheiratet. Sie haben sich im Studium in Südkorea kennengelernt und sind auf den starken Wunsch der Ehefrau hin nach Berlin – ihrer Heimatstadt – gezogen, woraufhin die Eltern von Herrn K. die Eheschließung der beiden als Bedingung gefordert haben. Für Herrn K.s Ehefrau war es seit ihrer Kindheit ein Traum, einen Koreaner zu heiraten. Die Leidenschaft der Ehefrau für ihre Liebesbeziehung hat Herrn K. überzeugt, seinen Plan in der Zukunft zu ändern: Er wollte eigentlich in Südkorea bis zum Master studieren und dort in der Nähe seiner Eltern eine neue Familie gründen. Er fand es aber schön, mit der lebensfreudigen Frau, die großen Respekt vor der koreanischen Kultur  hat, zusammen zu leben, egal wo sie sind. Im neuen Leben in Berlin hat sich die Ehefrau aber plötzlich verändert: sie macht so gut wie nichts im Haushalt, geht nur sporadisch arbeiten und macht Herrn K. einen Vorwurf, dass er einen besseren Job finden sollte: Er hat sich Mühe gegeben, in kurzer Zeit das Deutsche zu beherrschen, und studiert nun sogar im Master. Neben dem Studium arbeitet er 20 Std. pro Woche in einem Hotelbetrieb und muss zudem viele der Haushaltsarbeiten übernehmen. Außerdem wünscht sich die Ehefrau, so schnell wie möglich ein Kind zu haben. Aufgrund seines langen Arbeitstages und des Stresses zu Hause hat er aber sehr oft keine Lust und nicht mehr genügend Energie für Sex. Er kann ihr doch nichts entgegensetzen, weil sie schnell laut und aggressiv wird.

Keine Geselligkeit, weil mein Name nicht leicht auszusprechen ist...

Ich liebes es zu tanzen! Nach einem langen Arbeitstag kann ich beim Tanzen am besten meinen Stress abbauen. Deshalb möchte ich mich gerne in einem Verein anmelden, um nach der Arbeit tanzen zu gehen. Leider sind die Leute in den Vereinen in meiner Nähe nicht sehr freundlich. Sie sagen z.B., dass sie mich nicht verstehen oder dass mein Name so schwer auszusprechen wäre. Ich fühle mich sehr deprimiert und traurig deswegen. Und ich weiß nicht, wo ich Verständnis und Lösungen für diese Probleme finden kann.

Soll ich einen deutschen Namen haben?...

Vor einigen Wochen habe ich eine neue Arbeitsstelle begonnen. Es ist mein absoluter Traumjob und ich bin sehr glücklich darüber. Jedoch bekomme ich immer mehr Kopf- und Bauchschmerzen, wenn ich an die Pausen mit den Kolleginnen und Kollegen denke. Sie stellen mir ausschließlich Fragen zu meiner Herkunft, zu dem was ich esse und noch viele andere unangenehme Fragen. Auch sagen sie, dass mein Name so schwer auszusprechen wäre. Meine Chefin sagt, ich soll einfach einen deutschen Namen als Spitznamen verwenden. Das geht für mich überhaupt nicht! Ich bin total verzweifelt und ratlos was ich tun soll, ich möchte meinen Job wirklich nicht aufgeben.

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