Asiatische Migranten/-innen in Berlin

Am 17.05.2017 aktualisiert 

 

Demographische Daten zu Berlin

Laut dem Mikrozensus 2013 betrug die Zahl der Gesamtbevölkerung in Berlin ca. 3,4 Millionen. Davon haben 869.900 Menschen einen Migrationshintergrund, was einen Anteil von 25,4% ausmacht.  

Migranten/-innen aus ost- und südostasiatischen Ländern

Im Einwohnerzentralregister Berlin (2014) wurden die Menschen mit Migrationshintergrund aus ost- und südostasiatischen Ländern auf 56.655 beziffert. Bei der Berechnung werden folgende Länder berücksichtigt: 

 

Die Zahl dieser Migrantengruppen hat sich demnach von 48.947 im Jahr 2007 auf 56.655 im Jahr 2014 erhöht.

 

Die folgende Grafik stellt die Veränderung der Anzahl der Migranten/-innen aus ausgewählten Ländern nach Altersgruppen im Zeitraum von 2007 bis 2016 in Berlin dar.

(Quelle: GePGeMi e.V., erstellt mit den Daten von Statistik Berlin Brandenburg)

In der Grafik ist zu ersehen, dass die demografische Alterung in dieser Bevölkerungsgruppe stattfindet. Dieser demografische Wandel trägt der Tatsache Rechnung, dass immer mehr ältere Migranten verstärkt von Erkrankungen und Pflegebedürftigkeit betroffen sind und zunehmend ins Zentrum des Gesundheits- und Pflegesystems rücken werden.

 

Betrachtet man genau die Grafik, ist zu erkennen, dass die südkoreanische ältere Bevölkerung (die rote Linie) etwa im Alter von 55 bis 75 im 2014 plötzlich verschwand, die angeblich in den 70ern als Gastarbeiter nach Deutschland kam. Das ist auf die Einführung eines neuen Erhebungsstandards vom Amt für Statistik Berlin zurückzuführen: Laut dem Amt für Statistik Berlin wurde die Datenlieferung vom LABO (Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten) ab dem Berichtsjahr 2014 an das Amt für Statistik auf den KOSIS-Standard umgestellt, um eine größere Anzahl an Merkmalen und Auswertungsmöglichkeiten zu erreichen. Das hat dazu geführt, dass insgesamt ca. 32.000 Fälle nicht mehr ihren Herkunftsgebieten nicht mehr zugeordnet werden können. Davon sind einzelne Herkunftsgebiete betroffen- bei südkoreanischen Migranten/-innen hat dies stärker als bei anderen asiatischen Migrantengruppen zugetroffen. Dabei ändert sich die Gesamtzahl der Bevölkerung mit Migrationshintergrund jedoch nicht.  

  

Somit sei ein Vergleich der Personen mit Migrationshintergrund nach Herkunftsgebieten ab 2014 mit den Vorjahren nicht für alle Herkunftsgebiete mehr möglich. 


Koreanische Migranten und Altersverteilung in Berlin

 

Nach Angaben der Einwohnerregisterstatistik Berlin und Brandenburg gibt es im Jahr 2013 in Berlin insgesamt 4.668 Migranten/innen aus der Republik Korea, von denen 1.303 eingebürgerte Deutsche mit südkoreanischem Migrationshintergrund und 3.365 Ausländer mit südkoreanischem Pass sind.

 

In folgendem Diagramm ist zu ersehen, dass der  Anteil der südkoreanischen jungen Erwachsenen zwischen 20 und 30 Jahren am größten ist. Außerdem ist auffällig, dass der Anteil der älteren Südkoreaner zwischen 60 und 70 Jahren vergleichsweise hoch ist. Das liegt vermutlich daran, dass es sich dabei um ehemalige Gastarbeiter aus den 70er Jahren handelt. Insgesamt lag der Anteil der südkoreanischen älteren Menschen ab 60 Jahren bei 17.7%, d.h. ein Fünftel der in Berlin lebenden Südkoreaner hat ihr Leben im Alter erreicht.

 

Anteil der südkoreanischen Migranten/-innen und Altersverteilung in Berlin

(Quelle: GePGeMi e.V., berechnet mit den Daten von Statistik Berlin Brandenburg)